Dein Weg zurück in die lebendige Intelligenz deines Körpers.

Über mich
Wenn ich an meine erste Anatomiestunde denke, bekomme ich noch heute Gänsehaut. Prof. Dr. Eichler hat uns erklärt, wie das menschliche Becken aufgebaut ist und irgendetwas in mir hat mich von diesem Moment an nicht mehr losgelassen. Eine Kommilitonin und ich haben direkt angefangen, die Strukturen am eigenen Körper zu ertasten. Dass wir dabei ganz nebenbei eine Fremdsprache lernten, ist uns kaum aufgefallen. Es war das Spüren, das zählte.
Mein Weg - alles andere als linear
Ich habe meine Ausbildung zur Ergotherapeutin mit Bestnote abgeschlossen und mich trotzdem nicht fertig gefühlt, da waren noch zu viele offene Fragen. Die schulmedizinischen Erklärungen, vor allem für chronische Beschwerden, haben mir nicht ausgereicht. Da war dieses leise Gefühl: da ist noch mehr.
Also bin ich gereist. Südostasien, 2004, der Klassiker. In einem Thaimassage-Workshop habe ich zum ersten Mal erlebt, wie sich körperliche, emotionale und energetische Ebenen gegenseitig beeinflussen. Zehn Tage Verstopfung, von denen der Lehrer immer wieder sagte, es sei der Kopf (es ging anderen Teilnehmern genauso), mental festgefahren, eine mir vollkommen fremde Kultur und Sichtweise auf das Leben und dann, am letzten Tag, hat sich alles gelöst - auf allen Ebenen. Rückblickend war das der Moment, in dem sich ein Teil der vielen offenen Fragen begonnen hat zu beantworten. Zunächst nur in meinem eigenen Körper.
Zurück in Deutschland habe ich meinen ersten Yogalehrer gefunden: Harald Gärtner. Yoga in einer Turnhalle im Kindergarten, kein Schnickschnack, ein eher trockener Lehrer, von dem ich erst Jahre später wirklich verstanden habe, wie tief sein Wissen war. Es ging nicht darum, kreative Flows zu praktizieren, sondern zu verstehen, wie sich Energie im Körper bewegt und wie sie in Bereichen, in denen sie stagniert, wieder in Bewegung kommt. Ich bin auf Widerstände gestoßen, habe mir manchmal die Zähne daran ausgebissen und habe langsam begonne zu verstehen, warum sie da sind und welche Funktion sie haben.
Die Geschichte unseres Lebens ist in unserem Körper gespeichert, er erzählt sie.
2009 schloss ich meine Ausbildungen zur Heilpraktikerin und Craniosacral-Therapeutin ab. Danach arbeitete ich als Heilpraktikerin in eigener Praxis und als Ergotherapeutin in einer multimodalen Schmerztherapie in einem interdisziplinären Team mit einer Psychologin, Theaterpädagogin und Kunsttherapeutin. Mein Bereich war der Zugang über den Körper. In den wöchentlichen Teamsitzungen habe ich mehr gelernt als in drei Jahren Ausbildung. Ich habe dort zum ersten Mal angefangen, körperliche Muster wirklich zu lesen. Eine Patientin war dabei besonderst beeindruckend. Sie war eher mental als körperlich auf eine Gehhilfe angewiesen. In ihren gemalten Bildern hatten alle Gegenstände Stützen. Was sich bei ihr körperlich zeigte, war auch in andern Beriechen zu sehen. Das fasziniert mich bis heute.
Seit 2014 unterrichte ich Anatomie an Krankenpflegeschulen, in Ergotherapieausbildungen und aktuell in Yogalehrerausbildungen. Ich komme mit einem Skelettbausatz an und wir sprechen am Ende meist über emotionale und energetische Themen. Einfach weil im Körper alles zusammenläuft. Genau das beschreibt, was der englische Begriff embodied anatomy meint: verkörperte Anatomie. Die AHA-Momente, wenn aus der Theorie Praxis wird und der Transfer vom Lehrbuch in den eigenen Körper stattfindet, ist der Grund, warum ich das mache.
Meine eigenen Rückenschmerzen, die mich seit der Pubertät begleitet haben, brachten mich zur Alexander-Technik, die ich über zehn Jahre intensiv praktiziert habe. Das Schwierigste daran war, mit dem Tun aufzuhören. Einen Stopp zu setzen. Mich von innen heraus auszurichten, statt aus Kraft und Gewohnheit. Als People-Pleaserin und Over-Achieverin keine einfache Sache. Es hat unangenehme Emotionen in Gang gesetzt und mich mit meinen eigenen Mustern konfrontiert. Aber es hat mir meine Rückenschmerzen genommen und mich körperlich spüren lassen, dass weniger manchmal mehr ist.
2011 habe ich etwas verloren, von dem ich dachte, es würde mich zerbrechen. Es hat mich nicht zerbrochen, aber es hat alles verändert. Was folgte, war kein linearer Weg. Ein Jahr mit Depressionen und tiefer Trauer, gefolgt von einer langen, manchmal sehr dunklen Reise zurück zur Lebensfreude. Jährliche Reisen nach Indien waren ein Teil davon. Sie waren Trost, Suche, und ja, vielleicht auch ein bisschen Flucht.
Was mich dort am tiefsten berührt hat, war die Begegnung mit einem Lehrer, der die Brücke zwischen Psychologie und Spiritualität geschlagen hat. Dort, wo die Spiritualität an ihre Grenzen kommt, ist die Psychologie als Erklärungsmodell dazugekommen und umgekehrt. Das ist bis heute der Kern meiner Arbeit. Es war eine Zeit der tiefen Innenschau, die meine Einzigartigkeit und meine Talente genauso ans Licht gebracht hat wie meine Schatten.
Als die Pandemie begann, kehrte ich als Ergotherapeutin in eine orthopädische und kardiologische Rehaklinik zurück. Die Arbeit dort ging mir leicht von der Hand. 25 Jahre Erfahrung und eine echte Faszination für den Menschen lassen sich nicht verleugnen. Und gleichzeitig hat mich die Arbeit dort an den Rand meiner Kapazitäten gebracht: bis zu 16 Patient:innen an einem Tag, für jeden wirklich da sein wollen ist für mich einfach nicht mehr möglich. Ich konnte nicht mehr zurück, Therapie vom Fließband zu leisten. Und ich glaube, die Patient:innen verdienen das auch nicht.
Seit ein paar Jahren lebe ich mit einer chronisch entzündlichen Hauterkrankung. Sie ist nicht weg. Aber sie ist ein Aspekt, der mir hilft, meine eigenen Grenzen deutlicher zu spüren und sie immer wieder neu auszuloten. Nur weil ich die Theorien kenne, heißt das nicht, dass sie vor mir haltmachen.
Am klarsten hat mir das die Craniosacral-Arbeit gezeigt. Immer wenn ich mit Techniken und Protokollen nicht weiterkam, habe ich das Gewebe einfach gehalten. Eine Resonanz zwischen meiner Hand und dem Gewebe entstehen lassen und innerlich gefragt: wo willst du hin? Was brauchst du, um zurück in deine ursprüngliche Funktion zu finden? Diese Technik des Entwirrens, bei der das Gewebe führt und ich folge, ist nach jahrelanger Praxis von einer Methode zu einer inneren Haltung geworden. Nicht nur in der Behandlung. In allem.
Elemental Body ist das, was entsteht, wenn all das zusammenkommt: die Anatomin, die Heilpraktikerin, die Yogalehrerin, die Therapeutin, die Suchende, die Patientin. Ich arbeite an der Grenze zwischen Bewegungssystem und Nervensystem, zwischen Struktur und Seele, zwischen dem, was wir messen können, und dem, was wir spüren.
Ich glaube, dass jeder Körper weiß, was er braucht. Meine Aufgabe sehe ich darin, einen Raum zu halten, in dem diese Intelligenz gehört werden kann.
„Wenn sich der Mensch mit sich verbindet, ist er der eigenen Gesundheit näher, als wenn er sein Leiden einem anderen vorträgt, damit dieser für seine Gesundheit sorgt.“ - Sara Steden
seit 2009
Heilpraktikerin
in eigener Praxis, regelmäßige Fort- und Weiterbildungen im Bereich der Ostheopathie,
Meditation und Yoga sowie dem Studium der Körperpsychotherapie
seit 2023
Re-Align Practitioner Training, Somatische Körperabrbeit und Traumaintergration
Mitglied der Somatic school of wizardry by Katja Markelova
seit 2016
Assistenz Path of tantra by Laura Carrotti
Her workshops are designed to help us understand the conditionings that cause us to repeat unhappy patterns in every aspect of our lives.
2020 bis 2024
Ergotherapeutin
KVB Königstein, Klinik für orthopädische und kardiologische Rehabilitation
BGU Duisburg, Unfallklinik
2018 bis 2020
freie Mitarbeiterin bei KenHub, Review medizinischer Inhalte
2011
Fortbildung Medi-Tape® Schmerztherapie
Dr. Sielmann
2007-2009
Staatliche Anerkennung als Heilpraktikerin
Naturopath Heilpraktikerschule, Darmstadt